Villa Imperiale

Projektkoordination: Pieper, Fissabre, Niethammer, Ley

   Die Villa Imperiale bei Pesaro besteht aus zwei Gebäudekomplexen, der Villa Imperiale Nuova und der Sforza- Villa. Die Sforza-Villa, um 1452 entstanden, ist ein kleiner, von der toskanischen Frührenaissance geprägter Baukomplex. Die Villa Imperiale Nuova, die zwischen 1530 und 1536 erbaut wurde, gehört stilistisch zu den großen Komplexen der römischen Hochrenaissance. Beide sind durch einen erhöhten Gang über einem Triumphbogen miteinander verbunden. Trotz offensichtlicher Parallelen im Denkmälerbestand beider Epochen ist die Villa Imperiale dennoch ein Gebäude ohne Präzedenz, da weder die Bautypologie (offene, den Hang emporgestufte Hoffolge), das Erschließungssystem (in der Wandtiefe versteckte Treppen), noch der Landschaftsbezug (geschoßweiser Wechsel von der geschlossenen Kastenform zu allseitiger Rundumsicht) in dieser Weise zum Thema gemacht worden sind.


   Das Forschungsvorhaben hat eine umfassende Monographie zur Baugeschichte der Villa Imperiale zum Ziel. Es beinhaltet die Dokumentation und Erforschung von Struktur, Genese und Bautypologie der beiden Gebäudekomplexe der Villa. Grundlage der baugeschichtlichen Einordnung ist die Bauaufnahme der Villa in allen Grundrissen, Schnitten und Ansichten, sowie notwendigen Details und die Bauforschung zur Klärung der Genese und späteren Veränderungen des Bauwerks.


Das Forschungsvorhaben gliedert sich in die 5 Komplexe:


  • Funktionszusammenhänge, Binnengliederung und Raumstruktur
  • Haus- und Wassertechnik, Konstruktionen
  • Architektonische Formensprache, Raumtypologie
  • Rekonstruktion verlorener Räume, Bauglieder und Ausstattungsteile
  • Genese, Ausbauzustände und spätere Veränderungen
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