Baulücke Templergraben

   Die Bebauung des inneren Grabenringes in Aachen erfolgte seit dem 18. Jh. auch zu Füßen der alten Stadtmauer, als der innere Stadtgraben zugeschüttet wurde. Doch erst im 19. Jahrhundert wurde die Bebauung der Ringstraße mit einer systematischen Parzellierung abgeschlossen, die darauf abzielte, für die Bürger der Stadt eine regelhafte Wohnausarchitektur zu fördern: das Dreifensterhaus.

   Nach der teilweisen Zerstörung im Krieg und der verkehrstechnischen Verbreiterung der Ringstraßen stellt sich immer wieder die Frage, wie von der historischen Bebauung befreite Parzellen erneut bebaut werden können, in einer Zeit in der bürgerliches Wohnen im Dreifensterhaus nicht mehr ein Standard darstellt.

   Die Bauaufgabe betrifft daher folgerichtig nur eine einzige Parzelle mit ihren historisch bedingten Abmessungen, die dem Dreifensterhaus angemessen waren, und fordert zum Experiment mit anderen Bautypologien heraus, einer anderen Wohnform angemessen.

   Das begleitende Seminar untersucht andere Quartiere der Stadt Aachen, die mit einer vergleichbaren Parzellierung bis heute beliebte Wohngebiete geblieben sind.

Donnerstags, Beginn: 07.04.2016 11 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte
BA: B4 + erg.
BA: sem. Arbeit