Das Kapitol in Rom

   Der Mons Capitolinus, einer der sieben klassischen Hügel Roms und Standort der wichtigsten römischen Tempel, wurde seit spätrepublikanischer Zeit zunehmend zum Zentrum der Welt stilisiert. Bereits während der Antike verkörperte das Kapitol daher in besonderem Maße den mit Begriffen wie „Aurea Roma“ und „Roma Caput Mundi“ verbundenen, universalen Machtanspruch Roms. Und auch nach dem Ende des Römischen Reiches prägte die Erinnerung an den antiken Rang des Kapitols stets dessen weitere Entwicklung.

   Das Seminar soll die Gestalt dieses zunächst mythisch-religiös, später dann auch politisch aufgeladenen Ortes von der Antike bis heute nachzeichnen und dabei vor allem die geschichtlichen Bezüge der diversen Baumaßnahmen analysieren. Auf welche realen oder vermeintlichen Traditionen wurde auf dem Kapitol wie reagiert? Welche Konsequenzen ergaben sich daraus für die Architektur? Wer trat mit welcher Absicht als Bauherr auf? Und schließlich: Welche Hintergründe hat die Bezeichnung „Kapitol“ bei Bauten außerhalb Roms?

Do. 14.45–16.15 Uhr, Beginn: 16.10.2014
Bibliothek Baugeschichte, R 116
BA:Wahlmodul
MA:Wahlmodul