Der Triumph des Wassers

   Wenn also jemand den Wasserreichtum, welcher der Öffentlichkeit zur Verfügung steht und in den Bädern (…), in den Wohnhäusern, Gärten und Vorstadtvillen anzutreffen ist, sowie die Streckenabschnitte, auf denen das Wasser in die Stadt kommt, die hoch aufgebauten Brückenbogen (…) noch eingehender beurteilt, dann wird er gestehen, dass es auf der ganzen Welt nichts gegeben hat, was eine größere Bewunderung verdient.“

 

Plinius d. Ä., Naturgeschichte XXVI, 123

 

   Neben dem höchst ausgeklügelten System des Wassertransports in Form von Aquädukten waren es vor allem repräsentative Verteilerbauten an deren Endpunkten, prächtige Nymphäen im öffentlichen Raum der Stadt sowie von Wasserspielen durchzogene Privatgärten, welche von der ingenieursmäßig-künstlerischen, symbiotischen Fertigkeit antik-römischer Wasserbaukunst zeugten. Im Zuge der Renaissance revitalisiert und erweitert, brachte jene Wasserbaukunst zum einen durch geschicktes Zitieren antiker Vorbilder, zum anderen jedoch auch durch völlige Neukomposition höchst eigenständige Bautypen hervor, welche im späten 16. Jh. in gar monumentalen Wasserbauwerken gegenreformatorischen Charakters gipfelten (etwa: Fontana dell‘Acqua Felice).

   Nicht umsonst gilt Rom gegenwärtig immer noch als die Stadt der tausend Brunnen. Im Kompaktseminar werden wir uns mit repräsentativen Wasserarchitekturen von der Antike bis zur Neuzeit in und um Rom herum beschäftigen, die Besonderheiten von Form und Funktion herausarbeiten und ihre bis heute enorme Bedeutung verifizieren.

Ausgabe: Fr. 17.11.2017, Bibliothek AGes
Termine: 15.12.17, 22.12.17 & 12.01.18, Bibliothek AGes
BA:
Wahlmodul
MA:
Wahlmodul
Bild: Veduta del Castello dell‘Aqcua Paola sul Monte Aureo, Giovanni Battista Piranesi, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Piranesi-16039.jpg?uselang=de, abgerufen am 02.11.2017
Veduta del Castello dell‘Aqcua Paola sul Monte Aureo, Giovanni Battista Piranesi, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Piranesi-16039.jpg?uselang=de, abgerufen am 02.11.2017