Die Florentiner Villen und Landhäuser der Renaissance

   Zu Beginn des 15. Jahrhunderts begannen die wohlhabenden Florentiner Familien, sich im ländlichen Umfeld von Florenz außerstädtische Rückzugsorte zu errichten. So initiierten alleine die Medici im 15. und 16. Jahrhundert in der näheren Umgebung von Florenz, aber auch in anderen Teilen der Toskana den Bau von mehr als 25 Villen und Landhäusern.

   Im Seminar wird in einem ersten Schritt die städtebauliche Entwicklung von Florenz zur Zeit der Renaissance sowie die damit einhergehende bauliche Entwicklung der florentinischen Villa nachvollzogen. In einem zweiten Schritt werden ausgewählte Villen und Landhäuser in den Blick genommen, die von einem einzigen Bauherrn innerhalb weniger Jahre errichtet wurden. Wie viele Villen besaß ein einzelner wohlhabender Stadtbürger? In welcher Entfernung zum Stadtpalast befanden sich diese Villen? Wie viele Räume umfassten die Villen, und welchen Funktionen dienten diese Räume? Zu welcher Jahreszeit und in welchem Zeitraum wurden die Villen genutzt?

   Ziel des Seminars ist es, die Villen nicht als Einzelbauwerke zu betrachten, sondern vergleichend zu analysieren und somit die bestehende Typologie der Renaissancevilla zu hinterfragen.

Mi. 12.00–13.30 Uhr, Beginn: 15.04.2015
Bibliothek Architekturgeschichte, R 2.15
BA: Wahlmodul
MA: Wahlmodul