Die palladianische Kolossalordnung im städtischen Kontext

   Fassaden mit übergroßen Säulen und Pilastern verwischen von außen die geschossweise Gliederung im Inneren eines Gebäudes. Dennoch zeigen die ersten historischen Baudenkmäler mit kolossalen Säulen, dass die Inszenierung des Hauptgeschosses, insbesondere die Öffnungen des Piano Nobile, durch jeweils ganz außergewöhnliche Anordnungen von Öffnungen und Stützen ausgebildet wurde. Mit der überdimensionierten Gliederung der Fassade konnte der Bauherr die Bedeutung seines Palastes oder der gestifteten Kirche im städtischen Kontext darstellen. Umgekehrt wurde mit der Kolossalordnung in öffentlichen Räumen der kommunalen Verwaltung die Möglichkeit eröffnet, die klassischen Formen der antiken Tempelarchitektur wieder im großen Maßstab der städtischen Siedlung einzusetzen.

   Ein Kompaktseminar im Februar führt in die Thematik ein. Die Exkursion beinhaltet die Besichtigung der Bauten des Andrea Palladio in Vicenza und Venedig, die mit dem Motiv der kolossalen Ordnung das städtische Gefüge bis heute prägen. Dabei sollen einige wichtige Fassaden aufgemessen, analysiert und gezeichnet werden.

   Bauaufnahmen und Besichtigungen in Vicenza und Venedig

Exkursion: Sa. 08.03.2014 bis So. 16.03.2014
Vorstellung und erster Termin: Do. 28.11.2013
6 Teilnehmer
MA:
Exkursion