Die Wallfahrt und ihre Architekturen

   Wie in praktisch allen Religionen stellt auch im Christentum die Wallfahrt seit je her eine wichtige Ausdrucksform persönlicher und kollektiver Frömmigkeit dar. Nachdem zunächst vor allem der Leidensweg Christi an den Originalschauplätzen in Jerusalem nachvollzogen worden war, etablierten sich in den folgenden Jahrhunderten auch Märtyrergräber, wichtige Reliquien oder wundertätige Objekte als Wallfahrtsziele. Dabei bildeten sich im Laufe der Zeit spezielle, für Wallfahrten charakteristische Andachtsrituale heraus, die sich in ganz eigenen architektonischen Lösungen niederschlugen.

   Ergänzend zum M1-Projekt „Entwerfen im Siebeneck“ soll das Seminar zum einen die Hintergründe des Wallfahrtswesens und den generellen Ablauf von Wallfahrten beleuchten. Zum anderen soll an den Gebäuden einiger konkreter Wallfahrtsorte untersucht werden, wie dieses allgemeine Ablaufschema an unterschiedliche Situationen angepasst wurde und wie die Architektur auf die jeweiligen praktischen und liturgischen Anforderungen reagiert.

Dienstags im Rahmen der M1-Projektbetreuung
Beginn: Di. 14.04.2015, 15.30 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte, R 2.15
MA:WPF zu M1