Florenz

   Die oberitalienischen Städte konkurrieren seit der Antike mit Rom, der antiken Großstadt und Mittelpunkt des römischen Imperiums.

   In der Nuova Chronica der Stadt Florenz nennt Giovanni Villani (1280-1348) Florenz „kleines Rom“ und berichtet Gründungslegenden, die denen der Stadt Rom gleichen.

   

   An anderer Stelle spricht er von Florenz als „Heiliger Stadt“ und dieses Selbstbild der Stadt setzt Domenico Michelino (1417-1491) in seinem Fresko aus der Kirche Santa Maria Novella in Szene, so wie Dante (1265-1321) es in der Göttlichen Komödie als seinen Erkenntnisweg durch Hölle, Fegefeuer und Paradies beschreibt.

   

   Das Paradies ist hier deutlich als die ummauerte Stadt Florenz mit Domkuppel und Campanile zu erkennen.

   Im Seminar soll die weiterführende Frage gestellt werden, wie kommunale und sakrale Bauwerke, Pilgerwege, Brücken und Plätze dazu beitragen, dieses Selbstbild von der „Heiligen Stadt“ in Architektur zu übertragen und somit im gesamten Stadtraum zu inszenieren.

donnerstags 14:00-15:30 Uhr
Ausgabe: Do. 20.04.2017, 14:00 Uhr, Bib. AGes
BA:Wahlmodul
MA:Wahlmodul
Bild: Lehrstuhl
Lehrstuhl