Inszenierungen der Macht

   Durch die Anwendung römisch-antiker Architekturformen suggerierte die Staatsbaukunst des italienischen Faschismus eine Wiederauferstehung des römischen Imperiums. Tatsächlich diente die Antikenrezeption der Selbstdarstellung und Legitimation des faschistischen Regimes in Italien. Ziel des Seminars ist es, die Machtinstrumentarien der römischen Architektur zu analysieren und ihre propagandistische Übernahme in der neo-klassischen, aber auch in der modernen Architektursprache des Razionalismo kritisch zu untersuchen.

   Wir werden in dem Seminar die Bauten des Fascismo den antiken Bauten gegenüberstellen und anhand ausgewählter Beispiele die Bandbreite der Machtinszenierung aufzeigen. Neben den Beispielen in Rom wie dem Sportstättenkomplex des Foro Mussolini oder der Planung für die „Esposizione Universale 1942“ mit dem erhaltenen Stadtviertel EUR, werden wir uns auch mit Stadtgründungen, Repräsentationsbauten und Bauten für Kultur und Sport auseinandersetzen. Als Manifeste der italienischen Avantgarde demonstrieren insbesondere die unterschiedlichen Ausführungen der Casa del Fascio die Widersprüche in der Architekturauffassung des Fascismo, die wir in diesem Seminar diskutieren wollen.

Do. 11.00 - 12.30 Uhr, Beginn: Mi 20.10.10 13.30
Jakobstr.2, Bibliothek
max. 24 Teilnehmer
BA:
Wahlmodul
MA:
WM
DPO:
2P, 3P, PF