Jesuitenbauten

 

   Die Societas Iesu war nicht nur von Anfang an einer der zentralen Träger der Gegenreformation, sie hatte sich auch bereits im späten 16. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten katholischen Männerorden entwickelt. Schon aufgrund der schieren Menge ihrer Bauten prägten die Jesuiten die Sakralarchitektur der frühen Neuzeit daher entscheidend mit. Vorübergehend wurde in der Forschung sogar über einen Zusammenhang zwischen dem Wirken der Jesuiten und der Entstehung des Barockstils diskutiert. Hinzu kommt, dass gerade dieser Orden einerseits über eine streng zentralistische Struktur verfügte, seine weltumspannende Tätigkeit ihn aber andererseits mit den unterschiedlichsten Kulturen in Berührung brachte.

   Ausgehend von Gebäudebeispielen aus unterschiedlichen Teilen der Welt wird sich das Seminar daher der Frage widmen, welche Elemente die Jesuiten genau in den architektonischen Formenkanon einführten und inwieweit sich daraus – bei aller Anpassung an lokale Gegebenheiten – eine bauliche „Corporate Identity“ ergab.

Do. 10.15-11.45 Uhr
Beginn: Do. 22.10.2015 10.15 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte, R 2.15
BA:Wahlmodul
MA:Wahlmodul