Kettenmodell der Aachener Chorhalle

   Die vertikal aufstrebende Architektur der Aachener Chorhalle bildet mitten in der Stadt der Krönungen die Capella-Vitrea ab, den Legenden umwobenen Ort des heiligen Grals. Dazu musste die Architektur steil heraufgeführt werden, über die Dächer der Stadt, damit der heilige Ort der Krönungen weithin sichtbar gemacht werden konnte.

   Die architektonische Form leitete sich aus der Sainte-Chapelle in Paris ab, deren Schrein für die heilige Dornenkrone Jesu Christi in Paris gebaut worden war.

   Die statische Herausforderung, die tragenden Pfeiler lotrecht gen Himmel zu errichten, um dann die Gewölbe darauf aufzusetzen, bedeutet gleichermaßen die Bewältigung der Zugkräfte der Gewölbe und den Ausgleich von Hebelwirkungen der überlangen Pfeiler.

   Diese Kräfte werden zum Studium mit einem analogen Kettenmodell simuliert, das bereits im Dachstuhl der Chorhalle existiert. Die Forschungsaufgabe besteht in der Untersuchung der verteilten Baumassen, die mit geeigneten Gewichten an das Kettenmodell angebracht werden – praktische Bauforschung am Modell. Zur Abgabe wird ein Bericht über das Experiment am Modell erwartet.

   

   Teilnehmer: 2, intensive Betreuung am Modell

Erster Termin: 06.04.2017 10 Uhr, Bib. AGes, Betreuungen: Mo. 10–11 Uhr, ca. 10 Termine n. V. für Modellbau im Aachener Domgestühl
MA: Forschung
Bild: Lehrstuhl
Lehrstuhl