Kulturelle Identität – Stadt_Kultur_Landschaft

   Durch die Verknüpfung der zwei Begriffe Stadt und Landschaft mit dem Begriff Kultur wird deren Bedeutung im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung und sozialen Strukturierung deutlich. Die Raum-Bilder von Landschaft und Stadt sind somit vor allem gesellschaftlich produzierte und reproduzierte Phänomene und werden im Seminar als Kulturdenkmal, als kulturelles Erbe wahrgenommen und bewertet.

   Anhand unterschiedlicher Beispiele aus dem Bereichen Planen und Bauen – auch was den praktischen Umgang mit Richtlinien, Gesetzesregelungen und Wertdefinitionen betrifft – werden die historischen Bezüge zur Wahrnehmung und Bedeutung als Kulturdenkmal und Kulturlandschaft analysiert, um daraus Kriterien für den heutigen Umgang mit dem kulturellen Erbe zu erarbeiten.

   Folgende Fragen stehen daher im Seminar zur Diskussion: Wie mit dem kulturellen Erbe bauen und als Potenzial für künftige, nachhaltige Stadt-Landschafts-Entwicklungen nutzen? Können historische Raum-Bilder und ihre Bedeutungen durch Reproduktion, Rekonstruktion sichtbar werden? Lassen sich immaterielle (soziale, geistige) Zeugnisse mit gestalterischen Mitteln inszenieren und somit archivieren? Sind die Ziele und Aufgaben der Denkmalpflege (Erhalt des kulturellen Erbes, Restaurierung und Pflege) mit den Ansprüchen, Zielen einer touristischen Erschließung und der ökonomischen Nutzung vereinbar?

   Vom 21.-24.06.2012 findet im Rahmen des Seminars eine Exkursion nach Berlin statt.

Do. 08:30-10:00 Uhr, Beginn 12.04.2012
Lehrstuhl-Bibliothek R 229
max. 20 Teilnehmer
BA:Wahlmodul
MA:WPF zu M2
MA:GuT 3, WM
DPO:2P, 3P, PF