Musik und Gebet

   Bereits ein flüchtiger Blick ins Innere früh- und hochbarocker Sakralbauten zeigt, dass zahlreiche Kirchenräume der damaligen Zeit nicht nur auf dem Grundniveau von Seitenkapellen begleitet wurden, sondern auch über die architektonischen Voraussetzungen dafür verfügten, um von einer erhöhten Position dem Geschehen in der Kirche beiwohnen oder in dieses eingreifen zu können. Dennoch wurden diese zusätzlichen Räumlichkeiten in der Forschung noch nie umfassender analysiert. Klar ist lediglich, dass die Bandbreite der erhöhten Bereiche von den weit in den Kirchenraum ragenden Musikerbalkonen bis zu den komplett hinter der Wandebene verborgenen Andachtskammern der Frauenklöster reicht sowie dass Emporensysteme gemeinhin als typisches Element von Jesuitenkirchen gelten.

   Im Rahmen des Forschungsfelds sollen daher anhand geeigneter Beispiele die Charakteristika der diversen Emporentypologien herausgearbeitet, deren jeweilige Einbindung in Kirche bzw. Konvent untersucht und visualisiert sowie Thesen zu deren konkreter Nutzung formuliert werden.

Termine alle 3-4 Wochen nach Absprache
1. Treffen: Mi. 02.11.2016, 16:30 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte
MA:Forschung
Bild: © Lehrstuhl
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