Palastkultur

   Architektur kann beeindrucken und beängstigen, leiten und verwirren, erheben und einschüchtern. Bei kaum einer anderen Bauaufgabe wurde so mit den Ausdruckmitteln der Architektur gespielt, wie beim Bau großer Paläste bedeutender Herrscher. Die Konkurrenz untereinander und der Wille zur Selbstdarstellung führten immer wieder zu neuen faszinierenden Lösungen aber auch zu symbolhafter Anknüpfung an Traditionslinien. So wurden in der Antike Ausdrucksmittel herrschaftlicher Architektur entwickelt, die im Mittelalter aufgenommen und modifiziert wurden. Noch heute sind Piano Nobile, Freitreppe oder der langgezogene schwellenreiche Weg gängige Ausgangsformen repräsentativer Architektur.

   Im Seminar wollen wir uns durch die Analyse einzelner Paläste der jeweiligen Entwurfskonzepte bewusst werden und den Fragen nachgehen: Wie lief eine Audienz am kaiserlichen Hof in Rom und Byzanz oder beim Sultan in der Alhambra ab? Wie feierte man beim Papst oder bei den mittelalterlichen Königen? Und welche Rolle hat die Architektur bei diesen Inszenierungen übernommen?

Di. 12.00-13.30 Uhr, Beginn: 09.10.2012
Lehrstuhl-Bibliothek R 229
max. Teilnehmer 20
BA:
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