Politische Architektur

   „Aber es kann nicht ernsthaft bestritten werden, dass Architektur auch vom Politischen her bestimmt wird und dass Architektur politisch wirksam ist.“ (Günter Behnisch)

   

   Architektur ist immer auch Ausdruck und Ergebnis gesellschaftlicher Konstellationen und damit per se politisch. In besonderem Maße gilt dies jedoch, wenn das politische Gemeinwesen, d.h. der Staat oder seine Repräsentanten, als Auftraggeber und Bauherren auftreten.

   Ausgehend von einer immanenten „Bedeutungsanfälligkeit der Architektur“ (Warnke) widmet sich das Seminar deshalb den baulichen Repräsentationen einzelner Staaten, wobei ein Schwerpunkt auf der Architektur des 20. Jahrhundert liegt. Dabei sollen sowohl die unterschiedlichen staatlichen Bauaufgaben und ihre Bautypologien vorgestellt, als auch die Architektur der verschiedenen politischen Systeme (von der Monarchie über Diktatur, Sozialismus und Demokratie bis hin zu übernationalen Institutionen wie UN und EU) in ihrer Funktion als politischer Bedeutungsträger anhand markanter Bauten untersucht werden.

Mi. 10.15–11.45 Uhr, Beginn: Mi. 15.04.15, 11.00 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte, R 2.15
BA:Wahlmodul
MA:Wahlmodul