Renaissancearchitektur am Nabel der Welt

   Die in den heutigen Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen gelegenen Schlösser von Torgau, Dresden, Freiberg, Augustusburg, Wittenberg, Annaburg und Prettin sind Zeugnisse einer in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bedeutenden Hof- und Residenzkultur. Insbesondere unter der Herrschaft von Kurfürst August von Sachsen und seiner Frau Anna entstand durch die innovativen Leistungen von Ökonomen, Kartographen, Ingenieuren und Architekten eine zusammenhängende Residenzlandschaft entlang der Elbe, die uns heute jedoch nur noch in Teilbereichen verständlich ist. Nach einer seminaristischen Einführung in die typologischen und formalen Charakteristika und Besonderheiten des sächsischen Schloss- und Schlosskapellenbaus der Renaissance wollen wir uns durch eine Exkursion auf Spurensuche nach den noch immer beeindruckenden Zeugnissen dieser Kulturlandschaft begeben. Im Seminar werden wir anhand von historischem Kartenmaterial die landschaftlichen Zusammenhänge der Residenzen, Gärten und landwirtschaftlichen Domänen erarbeiten, um schließlich vor Ort die Schlossanlagen zu besichtigen sowie die dazugehörigen Anlagen und Bauten zu erfassen.

Mi. 11:00-12:30 Uhr, Beginn 10.10.2012
Lehrstuhl-Bibliothek R 229
max. Teilnehmer 24
MA: WPF zu M2
MA: GuT 3, WM
DPO: 3P, 4P, PF