Stadt – Ideal – Staat

   Idealstädte beruhen auf funktionalen und formal-ästhetischen Idealplanungen. Zudem sind sie Abbild idealer, bisweilen utopischer Staats -und Gesellschaftsmodelle. Ziel des Seminars ist es, die Umsetzung der Idealvorstellungen von gesellschaftlichem Zusammenleben in Städtebau und Architektur der frühen Neuzeit zu analysieren. Nach einer einführenden Auseinandersetzung mit Entwürfen von Stadtutopien, Ideal- und Planstädten in Architekturtraktaten werden wir in dem Seminar die Bandbreite der urbanistischen, sozialtopografischen und fortifikatorischen Überlegungen zur Realisierung der Idealstädte anhand ausgewählter Beispiele von der Frührenaissance bis zum Barock kennen lernen. Neben italienischen Idealstädten wie Pienza und Sabbioneta werden wir auch nordeuropäische Beispiele wie etwa Zamosc, Karlskrona, Freudenstadt und Karlsruhe sowie Kolonialstädte in Mittelamerika untersuchen.

   Für die Teilnehmer am M2-Projekt Sabbioneta wird empfohlen, dieses Seminar oder das Seminar „Sammelfieber – Die Entwicklung der Galerie im 16. und 17. Jahrhundert“ als Wahlmodul zu belegen.

Mi. 11.30 - 13.00 Uhr, Beginn: 13.04.2011
Lehrstuhl für Baugeschichte R116
max. 20 Teilnehmer
BA:Wahlmodul
MA:WM
DPO:2P, 3P, PF