Verachtet und verehrt

   Der Baustoff Lehm gilt trotz seiner großen Bedeutung in der Geschichte der Architektur als „Baumaterial der Armen“. Ziel des Seminars ist es, die wesentlichen historischen Entwicklungen der Lehmarchitektur bis hin zum zeitgenössischen Bauen kennen zu lernen, und die unterschiedlichen Ideologien, denen der Lehmbau unterliegt, aufzuzeigen.

   Nach einem einführenden Überblick über die Verarbeitungstechniken des Baustoffs werden wir ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichen Kulturen hinsichtlich Technik, Typologie und Formensprache untersuchen. Anhand architekturtheoretischer Themen zum Verhältnis von Handwerk und Maschine, zur Architektur ohne Architekten, zum „Echten“ in der Architektur oder zum partizipatorischen Bauen werden wir die besonderen Qualitäten der Lehmarchitektur herausarbeiten. Im Rahmen einer mehrtägigen Seminarexkursion wollen wir die theoretischen Untersuchungen anhand von Beispielen im Vorarlberg verifizieren.

   Das Seminar wird vom Lehrstuhl für Baugeschichte und dem Lehrstuhl für Architekturtheorie gemeinsam durchgeführt.

Mi. 11.30 - 13.00 Uhr, Beginn: 12.10.2011
Lehrstuhl-Bibliothek R229
max. 24 Teilnehmer
BA:Wahlmodul
MA:GuT 3, WM
DPO:2P, 3P, PF