Vom Aufmaß zum Baugedanken

   Alternativ zum klassischen architektonischen Entwurfsprojekt bietet der Lehrstuhl für Architekturgeschichte eine einsemestrige wissenschaftliche Projektarbeit im Bereich Architekturgeschichte/Bauforschung an. Im Rahmen des Projektes bearbeiten die Studierenden eine selbständige Forschungsfrage an einem konkreten historischen Gebäude. Sie profitieren dabei von der Möglichkeit, herausragende Architektur außerhalb des Hörsaals in ihrer Ganzheit hautnah kennenzulernen und den Entwurfsund Bauprozess in umgekehrter Blickrichtung vom Ende her bis zu seiner Konzeption zurückzuverfolgen.

   Am Anfang steht eine einwöchige Bauaufnahme vor Ort, die als Gruppenarbeit angefertigt wird und bei der die Studierenden systematisch in die Methoden der Historischen Bauforschung eingeführt werden. Auf dieser Grundlage entwickelt jeder Studierende gemeinsam mit den Dozenten ein klar eingegrenztes Forschungsthema, dem er*sie in der Folge in Einzelarbeit nachgeht. Die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens werden im Ergänzenden Modul vermittelt:

   Die Studierenden lernen hier, wie man systematisch Literatur und Bildquellen recherchiert, den Forschungsstand erfasst, die eigene Forschungsfrage formuliert und die Ergebnisse seiner Arbeit auf wissenschaftlich- konsistente und klar gegliederte Weise in Text, Zeichnung und Bild referiert.

   Im Wintersemester 2016/17 werden je 8 Plätze für folgende Forschungsobjekte angeboten:

   – Scherpenheuvel (Belgien): Der Verbindungsgang zwischen der siebeneckigen Wallfahrtskirche und dem Oratorianerkloster

   – Maria Laach: Das Paradies der romanischen Klosterkirche

Di. 9.30-16.00 Uhr; Exkursion wahlweise 6.11.-11.11. oder 13.11.-18.11., Beginn: Di. 18.10.2016, 9.30 Uhr
Bibliothek Architekturgeschichte
MA:
M1+EM
Bild: © Lehrstuhl
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