Von Villen und Gärten

“Und damit Du alle Besorgnis um mich ablegst, lass Dir von dem milden Klima, der Lage der Gegend und der Schönheit des Landhauses berichten, was für Dich angenehm sein wird zu hören, und für mich, es zu schildern.“ (Plinius, Epistulae, Liber V, V.6)

 

   Während der italienischen Renaissance erfreute sich der an den antik-römischen Vorbildern orientierte Bautypus der Villa neuer Beliebtheit. Adel und Klerus errichteten die Landgüter für ihre Sommerfrische sowohl vor den Toren der Stadt als auch innerhalb ihrer Mauern, um dem negotium -der Pflicht- zu entfliehen und sich dort dem otium -der Muße- zu widmen. In den prächtigen Gartenanlagen, die untrennbar mit den Villen verbunden waren, vermochte dies besonders gut zu gelingen.

   Um uns dem komplexen Organismus aus Villa und Garten anzunähern, werden wir uns zunächst mit ausgewählten literarischen Villenbeschreibungen der Antike sowie architekturtheoretischen Traktatpositionen der Renaissance auseinandersetzen. Anschließend werden wir die verschiedenen kompositorischen Elemente aus Architektur, Vegetation und Wasser objektübergreifend betrachten, um uns im weiteren Verlauf des Seminars ausgesuchten Beispielen von Villen und Gärten zu widmen. Ziel des Seminars ist, das Wesen der Villegiatur in Typus und Topos zu begreifen.

 

Mi. 09.30-11.00 Uhr, Beginn: 10.04.2013
Bibliothek Baugeschichte R 213-214
max. Teilnehmerzahl 20
BA:Wahlmodul