Wasser-Stadt

   „Aachen“ kommt aus dem Lateinischen („Aquis“) und bedeutet per se nichts Geringeres als „Bei den Wässern“. Durchzogen von einem Netz größtenteils unterirdisch verlaufender Stadtbäche und ausgestattet mit einer Vielzahl an Quellen, ist die Relevanz des Wassers für die historische Entwicklung Aachens gegenwärtig jedoch an nur wenigen Stellen wahrnehmbar.

   Im Zuge des Stegreifs geht es nicht etwa darum, weitere – im Übrigen bereits zahlreich vorhandene – (Spring-)Brunnen zu entwerfen. Vielmehr besteht Ihre Aufgabe darin, urbane Orte in der Innenstadt zu identifizieren, deren „aquatisches Potenzial“ vorhanden, jedoch verborgen und somit in keiner Weise ausgeschöpft ist. Konzipieren Sie dazu eine räumliche Intervention bzw. Transformation, durch welche das für Aachen doch eigentlich so identitätsstiftende Sujet des Wassers im öffentlichen Stadtraum erlebbar inszeniert wird.

   Betrachten Sie dabei das symbiotische Verhältnis von Fest und Flüssig: Entwerfen Sie nicht nur die mineralisch-opaken Elemente sorgfältig, sondern erforschen Sie auch, welche architektonischen Formen das Wasser selbst annehmen kann. Zeigen Sie auf, zu welchen wohlerwogenen visuellen, haptischen und nicht zuletzt akustischen Veränderungen des Stadtraumes Ihre Intervention führt.

Ausgabe: Mo. 12.06.2017, 18:00 Uhr, Bib. AGes
Betreuung: Termine nach Absprache
Abgabe: Do. 27.07.2017, 10:00 - 12:00 Uhr Lehrstuhl
Kolloquium: Termin wird noch festgelegt
MA:
Stegreif
Bild: © Lehrstuhl
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