„Wie bauen wir morgen?“

   Bauausstellungen stellen innovative Wohn- und Lebenskonzepte und Erneuerungen in der Architektur- und Gesellschaftsgeschichte einer breiten Öffentlichkeit vor. Die herausragendsten Bauausstellungen ab dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu den 1990er Jahren werden in diesem Wintersemester thematisiert.

   Nach der Zerstörung Deutschlands sahen Stadtplaner endlich die Chance gekommen, die “Steinerne Stadt” zu überwinden und die Großstädte in “Stadtlandschaften” umzuformen. Dieses Leitbild der Stadtplanung war u.a. Thema der “Constructa” in Hannover 1951 und der Internationalen Bauausstellung INTERBAU 1957 in Berlin. Zudem war die INTERBAU in Reaktion auf die Stadtgestaltung der jungen DDR als politisches “Schaufenster des Westens” sehr bedeutend.

   Eine Alternative zu den Großsiedlungen in den Peripherien der Städte wurde auf der “Hamburg Bau `78” und auch auf der „documenta urbana“ in Kassel von 1982 vorgestellt: mittels individuell gestalteter “Stadthäuser” sollten nun auch die Innenstädte verdichtet werden. Hier war bis dahin die historische Substanz ganzer Stadtviertel abgerissen worden. Ab Anfang der 80er Jahre schrieb die IBA Berlin 1987 mit ihrem Konzept der „behutsamen Stadterneuerung“ Architektur- und Stadtbaugeschichte. Die IBA Emscher Park von 1989-1999 setzte grundlegende Impulse für die architektonische, städtebauliche, soziale, ökologische und wirtschaftliche Neuausrichtung der traditionellen Industrieregion im Ruhrgebiet.

Mi. 12.00 - 13.30 Uhr, Beginn: 20.10.2010
Jakobstr.2, Bibliothek
max. 24 Teilnehmer
BA:
Wahlmodul
MA:
WM
DPO:
2P, 3P