Dipl.-Ing. Tobias Glitsch

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1997-2005 Architekturstudium mit Schwerpunkt „Planen und Bauen im Bestand, Denkmalpflege“ an der RWTH Aachen, am Edinburgh College of Art und am Scottish Centre for Conservation Studies, Edinburgh | Praktika im Rheinischen Amt für Denkmalpflege, Brauweiler und in denkmalpflegerisch tätigen Architekturbüros | 2005-2009 freie Mitarbeit bei Buchpublikationen des Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege der RWTH Aachen und des Büros [synthese], Aachen | seit 2006 zugleich Dissertation zu „Sant’Andrea al Quirinale. Planung und Realisierung einer Kirche des römischen Seicento“ | 2009-2012 Promotionsstipendiat beziehungsweise Gast an der Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom | 2013-2014 freie Mitarbeit am Lehrgebiet Baugeschichte der FH Aachen | seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Architekturgeschichte der RWTH Aachen

Forschungsschwerpunkte/-interessen

– Architektur des römischen Seicento

– Bauproduktion der Jesuiten

– Nebenräume in Sakralbauten (Emporensysteme, Grablegen etc.)

– Bautechniken und Bauabläufe in der frühen Neuzeit


Aktuelle Forschungsprojekte

Sant’Andrea al Quirinale. Planung und Realisierung einer Kirche des römischen Seicento (Dissertation)

Die ab 1658 errichtete Kirche S. Andrea al Quirinale gilt – nicht ohne Grund – als Meilenstein der abendländischen Architekturgeschichte. Dennoch beschränkte sich die Forschung bisher vor allem darauf, die grundsätzliche Datierung zu klären sowie das Ausstattungskonzept und das ikonographische Programm zu analysieren. Eine umfassende Studie zur Architektur der Kirche fehlt dagegen bis heute. So wurden etwa die über die Fassade und den Innenraum hinausgehenden Teile des Gebäudes noch nie näher behandelt, und auch die Frage, wie die Realisierung des Gebäudes genau ablief und welche Bautechniken dabei zum Einsatz kamen, bleibt bisher vollkommen offen.

Hinzu kommt, dass konstruktive Überlegungen auch in Studien zu anderen Bauten jener Zeit bisher praktisch keine Rolle spielen. Dies ist umso verwunderlicher, als der Einfluss technischer Rahmenbedingungen auf die Entstehung eines Gebäudes in der Forschung allgemein anerkannt wird, und die Baupraxis des italienischen Barock unabhängig von konkreten Bauwerken sogar bereits ein etabliertes Forschungsgebiet darstellt. Ziel der Dissertation ist es daher, die Entstehung einer Kirche des römischen Seicento erstmals umfassender aufzuarbeiten und dabei gleichzeitig die Architektur von S. Andrea al Quirinale in ihrer Gesamtheit zu analysieren. Dadurch hoffe ich zu einem besseren Verständnis sowohl des Gebäudes selbst als auch der ihm zugrundeliegenden bautechnischen Traditionen beizutragen.

„I sotterranei di S. Andrea al Quirinale, sepoltura e simbolo dell’identità gesuitica“, in: Capriotti, Adriana [Hrsg.] – Bevilacqua, Mario [Hrsg.]: Sant’ Andrea al Quirinale. Il restauro della decorazione della cupola e nuovi studi berniniani, Rom: De Luca, 2016, S. 122-133.

Vorträge (Auswahl)
2016: Vortrag im Rahmen der Internationalen Tagung „Materia e costruzione. Le parole del cantiere – Contributo al glossario dell’edilizia rinascimentale e barocca in Italia“ an der Bibliotheca Hertziana, Rom: „Riferimenti nelle fonti e tracce sull’edificio. Il caso delle ‚volte sopra terra‘“

2016: Vortrag im Rahmen des 17. Internationalen Barocksommerkurses „Die Inszenierung des Heiligen“ an der Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln: „Die Sakralisierung des Messgeschehens im Altarraum von S. Andrea al Quirinale“

2011: Vortrag im Rahmen der Werkstattgespräche an der Bibliotheca Hertziana, Rom: „Aktuelle Tendenzen der analytischen Baudokumentation in der Architektur- und Kunstgeschichte“, gemeinsam mit Dr.-Ing. Hermann Schlimme (Bibliotheca Hertziana) und Prof. Dr. Marina Döring-Williams (TU Wien)

2010: Vortrag im Rahmen des Studientags „Grand Tour del terzo Millennio“ an der Università di Tor Vergata, Rom: „Modelli e invenzione. Riflessioni sulle origini del progetto ovale per Sant’Andrea al Quirinale.“

2007: Vortrag im Rahmen der Werkstattgespräche an der Bibliotheca Hertziana, Rom: „Sant’Andrea al Quirinale. Vom Entwurf zur Ausführung“

Forschungsschwerpunkte/-interessen

– Architektur des römischen Seicento

– Bauproduktion der Jesuiten

– Nebenräume in Sakralbauten (Emporensysteme, Grablegen etc.)

– Bautechniken und Bauabläufe in der frühen Neuzeit


Aktuelle Forschungsprojekte

Sant’Andrea al Quirinale. Planung und Realisierung einer Kirche des römischen Seicento (Dissertation)

Die ab 1658 errichtete Kirche S. Andrea al Quirinale gilt – nicht ohne Grund – als Meilenstein der abendländischen Architekturgeschichte. Dennoch beschränkte sich die Forschung bisher vor allem darauf, die grundsätzliche Datierung zu klären sowie das Ausstattungskonzept und das ikonographische Programm zu analysieren. Eine umfassende Studie zur Architektur der Kirche fehlt dagegen bis heute. So wurden etwa die über die Fassade und den Innenraum hinausgehenden Teile des Gebäudes noch nie näher behandelt, und auch die Frage, wie die Realisierung des Gebäudes genau ablief und welche Bautechniken dabei zum Einsatz kamen, bleibt bisher vollkommen offen.

Hinzu kommt, dass konstruktive Überlegungen auch in Studien zu anderen Bauten jener Zeit bisher praktisch keine Rolle spielen. Dies ist umso verwunderlicher, als der Einfluss technischer Rahmenbedingungen auf die Entstehung eines Gebäudes in der Forschung allgemein anerkannt wird, und die Baupraxis des italienischen Barock unabhängig von konkreten Bauwerken sogar bereits ein etabliertes Forschungsgebiet darstellt. Ziel der Dissertation ist es daher, die Entstehung einer Kirche des römischen Seicento erstmals umfassender aufzuarbeiten und dabei gleichzeitig die Architektur von S. Andrea al Quirinale in ihrer Gesamtheit zu analysieren. Dadurch hoffe ich zu einem besseren Verständnis sowohl des Gebäudes selbst als auch der ihm zugrundeliegenden bautechnischen Traditionen beizutragen.