Andreas Waschbüsch M.A.

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Geboren 1976 in Trier. Von 1995 bis 2002 Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Ethnologie an der Universität Trier, Abschluss mit einer Magisterarbeit zum Thema „Die Skulpturen der Liebfrauenkirche in Trier. Kontext – Programm – Betrachter“. 2003 Mitarbeiter am Projekt „Die Ordnung der Portale. Visualisierungsstrategien und Semantiken von Figurenportalen des 12. und 13. Jahrhunderts“ an der Universität Trier, von 2003 bis 2006 Promotionsstipendiat des Cusanuswerks. 2007-2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dort u.a. Organisation der internationalen, wissenschaftlichen Tagung „Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext“ 2009 in Magdeburg sowie zahlreicher Workshops, Vortragsreihen und Ausstellungen am Europäischen Romanik Zentrum in Merseburg. Seit März 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Architekturgeschichte der RWTH Aachen.

Forschungsschwerpunkte/-interessen
Kunst und (Sakral-)Architektur des Mittelalters, besonders:
– Skulptur und Architektur in Deutschland und Frankreich im 12. und 13. Jahrhundert
– Rezeptions- und Kulturtransferforschung
– Wissenschaftsgeschichte



Aktuelle Forschungsprojekte
Gotikrezeption als Kulturtransfer. Aneignungsprozesse in der Skulptur und Architektur im Heiligen Römischen Reich zwischen 1200 und 1250 am Beispiel der Metropolen Trier, Mainz und Magdeburg (Promotion)
Künstlerische Rezeptionsvorgänge, ihre Motivation, die Art und Weise ihre prozessualen Durchführung und ihre Auswirkungen und Folgen sind das Thema des Promotionsprojektes. Spezieller Gegenstand der Untersuchung ist dabei die Aneignung der im französischen Kronland ausgebildeten sog. gotischen Formensprache im deutschsprachigen Gebiet des Heiligen Römischen Reiches in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts am Beispiel der drei erzbischöflichen Metropolen Trier, Mainz und Magdeburg. Der dabei verwendete Aneignungsbegriff beschreibt die Rezeption bestimmter Vorbilder auf mehreren Ebenen: auf der formal-ästhetischen Stilebene, der strukturellen Typusebene, der inhaltlich-funktionalen Bedeutungsebene und der repräsentativen Ebene des Anspruchsniveaus. Insgesamt versucht die Arbeit, den Wandel von Kunst und Kunstauffassung in der mittelalterlichen Geschichte als ein komplexes Spannungsverhältnis zwischen Traditionswahrung und dem Wunsch nach Erneuerung im spezifisch räumlich-zeitlichen Kontext zu beschreiben und einer linearen Entwicklungsgeschichte der Kunst ein dynamisches Aneignungskonzept entgegenzustellen.



Der Westbau des Halberstädter Doms
Beim Westportal des Halberstädter Doms handelt es sich um eines der bedeutendsten spätromanischen Portalanlagen Mitteldeutschlands. Nach erfolgreicher Sanierung und Reinigung des Portals in den letzten Jahren wurden vom Europäischen Romanik Zentrum (Merseburg) und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Portaltypus, Portalskulptur und Portalprogramm kunsthistorisch und denkmalpflegerisch untersucht. Ziel ist es, bisherige Einschätzungen und Deutungen des Portals anhand des neuen Erscheinungsbildes zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren. Daneben entsteht eine komplette Bauaufnahme des Westbaus, die es ermöglicht die komplizierte Bau- und Planungsgeschichte der Anlage zu rekonstruieren und an die Architektur auch übergeordnete Fragestellungen wie z. B. nach Restaurierungsgeschichte, Bautypus und der Kulttradition des Ortes heranzutragen.
Link: http://erz.ikare.uni-halle.de/?id=47#142



Schwerpunkte in der Lehre
– Architektur und Skulptur des Mittalalters (u.a. Seminare zu gotischen Kathedralen, mittelalterlicher Profanarchitektur, ottonischer Baukunst, mittelalterlicher Architektur in Italien)
– Stadtbaugeschichte (u.a. Seminare zu historischer Platzgestaltung, Stadtentwicklung Berlins, Wiederaufbau nach 1945)
– Architektur im Spannungsfeld von Typus, Funktion und Bedeutung (u.a. Seminare zu Bauaufgaben moderner Architektur, Zentralbauten, Architektur-Typologie, politischer Architektur)

„Das Ostportal der Liebfrauenkirche“, in: Wolfgang Schmid (Hg.): Zwischen Kirche und Welt: Der Kreuzgang des Trierer Domes. (im Druck).

„ut possit ab omnibus videri?. Die Skulpturenensembles von Nord- und Westportal und ihre Rezeptionsbedingungen“, in: Andreas Tacke / Stefan Heinz (Hg.): Liebfrauen in Trier. Architektur und Ausstattung von der Gotik bis zur Gegenwart. Petersberg 2016, S. 239-253.

“Das Tympanon von Elstertrebnitz”, in: Aust.-Kat. 1000 Jahre Kaiserdom Merseburg. hg. v. Markus Cottin / Václav Vok Filip / Holger Kunde. Petersberg 2015, S.

„Liebfrauenkirche“, in: Jens Fachbach / Stefan Heinz / Georg Schelbert / Andreas Tacke (Hg.): Architekturführer Trier. Petersberg 2014.

Hg. (gemeinsam mit Heiko Brandl und Andreas Ranft): Architektur als Zitat. Formen, Motive und Strategien der Vergegenwärtigung (= more romano, 4). Regensburg 2014.

Hg. (gemeinsam mit Wolfgang Schenkluhn): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext (= more romano, 2). Regensburg 2012.

„beatae memoriae praedecessoris. Amtsgenealogie und Stiftergedenken in den Putzritzzeichnungen des Magdeburger Domkreuzgangs“, in: Wolfgang Schenkluhn / Andreas Waschbüsch (Hg.): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext (= more romano, 2). Regensburg 2012, S. 309-322.

„Zwei Propheten von der Westfassade der Liebfrauenkirche in Trier“, in: Ausst.-Kat. Der Naumburger Meister. Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen. hg. v. Hartmut Krohm / Holger Kunde. Bd.1. Petersberg 2011, S. 456-458.

„Das Paradoxon der doppelten Zerstörung. Die Neukonzeption des Magdeburger Domchores um 1220“, in: Uwe Fleckner / Maike Steinkamp / Hendrik Ziegler (Hg.): Der Sturm der Bilder. Zerstörte und zerstörende Kunst von der Antike bis in die Gegenwart (= Mnemosyne. Schriften des internationalen Warburg-Kollegs, 1). Berlin 2011, S. 155-175.

„Kunstlandschaft und Diözesanstil? Modelle zur Beschreibung des künstlerischen Austauschs am Beispiel lothringischer Portale des 12. und 13. Jahrhunderts“, in: Claudia Rückert / Jochen Staebel (Hg.): Mittelalterliche Bauskulptur in Frankreich und Spanien. Im Spannungsfeld des Chartreser Königsportals und des Pórtico de la Gloria in Santiago de Compostela (= Ars Iberica et Americana, 13). Frankfurt/Main (u.a.) 2010, S. 99-115.

„Die Kathedrale von Reims“, „Das Straßburger Münster“, „Der Kölner Dombau bis zur Chorweihe 1322“ und viele weitere Artikel, in: Bernd Nicolai: Gotik (= Kunst-Epochen, 4). Stuttgart 2007.

„Fachbereichsgebäude A/B“ und „Erich Kraemer, Dynamik der Technik und Wissenschaft“, in: Ralf Dorn / Ulrike Gehring / Bernd Nicolai (Hg.): Auf der grünen Wiese. Die Universität Trier. Architektur, Kunst, Landschaft. Trier 2004, S. 60-65 und S. 144-145.

„Die Bildende Kunst auf der Weltausstellung“, in: Expo of Expos. Die Londoner Weltausstellung 1851. URL: http://web.archive.org/web/20070916073238/http://www.uni-trier.de/uni/fb3/ kunstgeschichte/nicolai/html/home.htm [seit 05/2000]

„Sehnsucht Südsee. Zur Arkadienvorstellung bei Paul Gauguin und Max Pechstein“, in: Richard Hüttel / Elisabeth Dühr (Hg.): Traumland Arkadien. Trier 1999, S. 290-297.

Forschungsschwerpunkte/-interessen
Kunst und (Sakral-)Architektur des Mittelalters, besonders:
– Skulptur und Architektur in Deutschland und Frankreich im 12. und 13. Jahrhundert
– Rezeptions- und Kulturtransferforschung
– Wissenschaftsgeschichte



Aktuelle Forschungsprojekte
Gotikrezeption als Kulturtransfer. Aneignungsprozesse in der Skulptur und Architektur im Heiligen Römischen Reich zwischen 1200 und 1250 am Beispiel der Metropolen Trier, Mainz und Magdeburg (Promotion)
Künstlerische Rezeptionsvorgänge, ihre Motivation, die Art und Weise ihre prozessualen Durchführung und ihre Auswirkungen und Folgen sind das Thema des Promotionsprojektes. Spezieller Gegenstand der Untersuchung ist dabei die Aneignung der im französischen Kronland ausgebildeten sog. gotischen Formensprache im deutschsprachigen Gebiet des Heiligen Römischen Reiches in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts am Beispiel der drei erzbischöflichen Metropolen Trier, Mainz und Magdeburg. Der dabei verwendete Aneignungsbegriff beschreibt die Rezeption bestimmter Vorbilder auf mehreren Ebenen: auf der formal-ästhetischen Stilebene, der strukturellen Typusebene, der inhaltlich-funktionalen Bedeutungsebene und der repräsentativen Ebene des Anspruchsniveaus. Insgesamt versucht die Arbeit, den Wandel von Kunst und Kunstauffassung in der mittelalterlichen Geschichte als ein komplexes Spannungsverhältnis zwischen Traditionswahrung und dem Wunsch nach Erneuerung im spezifisch räumlich-zeitlichen Kontext zu beschreiben und einer linearen Entwicklungsgeschichte der Kunst ein dynamisches Aneignungskonzept entgegenzustellen.



Der Westbau des Halberstädter Doms
Beim Westportal des Halberstädter Doms handelt es sich um eines der bedeutendsten spätromanischen Portalanlagen Mitteldeutschlands. Nach erfolgreicher Sanierung und Reinigung des Portals in den letzten Jahren wurden vom Europäischen Romanik Zentrum (Merseburg) und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt Portaltypus, Portalskulptur und Portalprogramm kunsthistorisch und denkmalpflegerisch untersucht. Ziel ist es, bisherige Einschätzungen und Deutungen des Portals anhand des neuen Erscheinungsbildes zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren. Daneben entsteht eine komplette Bauaufnahme des Westbaus, die es ermöglicht die komplizierte Bau- und Planungsgeschichte der Anlage zu rekonstruieren und an die Architektur auch übergeordnete Fragestellungen wie z. B. nach Restaurierungsgeschichte, Bautypus und der Kulttradition des Ortes heranzutragen.
Link: http://erz.ikare.uni-halle.de/?id=47#142



Schwerpunkte in der Lehre
– Architektur und Skulptur des Mittalalters (u.a. Seminare zu gotischen Kathedralen, mittelalterlicher Profanarchitektur, ottonischer Baukunst, mittelalterlicher Architektur in Italien)
– Stadtbaugeschichte (u.a. Seminare zu historischer Platzgestaltung, Stadtentwicklung Berlins, Wiederaufbau nach 1945)
– Architektur im Spannungsfeld von Typus, Funktion und Bedeutung (u.a. Seminare zu Bauaufgaben moderner Architektur, Zentralbauten, Architektur-Typologie, politischer Architektur)